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Armut und soziale Ausgrenzung

A.4 Einkommensreichtumsquote

Definition: Die Einkommensreichtumsquote ist definiert als Anteil der Personen, deren Äquivalenzeinkommen mehr als 200% des Medians der Äquivalenzeinkommen der Bevölkerung (in Privathaushalten) beträgt.

Das Äquivalenzeinkommen ist ein auf der Basis des Haushaltsnettoeinkommens berechnetes bedarfsgewichtetes Pro-Kopf-Einkommen je Haushaltsmitglied.

A 4.1 Einkommensreichtumsquote gemessen am Bundesmedian
Grundlage der Berechnungen ist die Einkommensreichtumsschwelle des Bundes. Diese wird anhand des mittleren Einkommens (Median) im gesamten Bundesgebiet errechnet. Den Einkommensreichtumsquoten für Bund und Länder liegt somit eine einheitliche Einkommensschwelle zugrunde. Allerdings werden bei dieser Betrachtung Unterschiede im Einkommensniveau zwischen den Bundesländern nicht beachtet.

A 4.2 Einkommensreichtumsquote gemessen am Landesmedian beziehungsweise am regionalen Median
Grundlage der Berechnungen sind die jeweiligen regionalen Einkommensreichtumsschwellen. Diese werden anhand des mittleren Einkommens (Median) des jeweiligen Bundeslandes beziehungsweise der jeweiligen Region errechnet. Dadurch wird den Unterschieden im Einkommensniveau zwischen den Bundesländern beziehungsweise Regionen Rechnung getragen.

Methodische Hinweise: Bei Untersuchungen zu monetärem Reichtum wird häufig auch auf vorhandene Vermögenswerte (Geld-, Sachvermögen) Bezug genommen. Der Mikrozensus erfasst zwar Einkünfte aus Kapitalvermögen, jedoch nicht die Vermögenswerte an sich. Die hier verwendeten Daten beziehen sich analog zur Berechnung der Armutsgefährdungsquoten lediglich auf (laufendes) monetäres Einkommen. Daher wurde im Rahmen der Sozialberichterstattung der Begriff „Einkommensreichtum“ gewählt. Dies ist bei der Interpretation der entsprechenden Quote zu berücksichtigen.

Datenquelle: Mikrozensus

Zu den Tabellen:

A.4.1 Einkommensreichtumsquote (Bundesmedian)
A.4.2 Einkommensreichtumsquote (Landesmedian/regionaler Median)