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Armut und soziale Ausgrenzung

C Indikatoren zum Qualifikationsniveau

Das Bildungssystem beeinflusst die Entfaltungsmöglichkeiten der Individuen ebenso wie die ökonomische Wettbewerbsfähigkeit und den sozialen Zusammenhalt eines Landes.
Auf Ebene der Individuen ist Bildung nicht nur eine wichtige Voraussetzung für den Zugang zum Arbeitsmarkt, sie beeinflusst zudem die kulturellen und gesellschaftlichen Teilhabechancen. In modernen Wissensgesellschaften sind Personen ohne Bildungsabschluss beziehungsweise mit einem nur gering qualifizierenden Bildungsabschluss überproportional häufig von Arbeitslosigkeit und monetärer Armut beziehungsweise sozialer Ausgrenzung betroffen (siehe Indikator A 1 Armutsgefährdungsquoten nach soziodemografischen Merkmalen).
Bei einem seit den sechziger und siebziger Jahren generell steigenden Qualifikationsniveau der Bevölkerung in Deutschland besteht für gering qualifizierte Personen die Gefahr, im Niedriglohnbereich arbeiten zu müssen oder sogar dauerhaft vom Arbeitsmarkt verdrängt zu werden. Insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene haben Probleme, den Einstieg in ein Existenz sicherndes Erwerbsleben zu schaffen, wenn sie nicht über die entsprechenden formalen Qualifikationen verfügen. Die folgenden zwei Indikatoren bilden den Umfang dieser Personengruppen ab.

Die Indikatoren zum Qualifikationsniveau wurden auf Grundlage des Mikrozensus berechnet. Eurostat veröffentlicht entsprechende Indikatoren auf Basis der Ergebnisse des Mikrozensus mit Hochrechnung auf den fortgeschriebenen Ergebnissen früherer Zählungen (Volkszählung 1987 im ehemaligen Bundesgebiet und Registerzählung 1990 in der ehemaligen DDR). Zur Gewährleistung der Einheitlichkeit der veröffentlichten Zahlen der amtlichen Statistik folgt die Sozialberichterstattung dieser Vorgehensweise.

Zu den Indikatoren:

C.1 Frühe Schulabgänger
C.2 Personen mit niedrigem Bildungsstand